Exit goes Getaway - Die Party

SaschaOstersonntag, 22.46 Uhr. Feuchtkalt. Regennasser Boden. Solingen in der Kottendorfer Straße 21.

Es ist so weit. Ums Eck auf den Hof des Getaway geschlichen. Da stand er dann. Witold. Im Schutze eines Sonnenschirmes. Ganz in der Tradition von früher ist er es, der mir einen Exit-Chip reicht. Doch dieser hier ist besonders. Er knallt ihn zwar nicht auf die Theke, denn die ist mitsamt des Exit zu Staube zerschlagen. Aber dieser Chip ist gülden. Ach, was bin ich doch für ein sentimentaler Typ. Ein kurzes Gespräch und wir gehen hinein.

Drinnen blicke ich zunächst in fremde Gesichter. Ja wo sind sie denn? Vom Alter her passen recht viele Leute. Oder hat die Zeit sie alle entstellt? Wo sind die Stammgäste, die Tanzunikate? Simone, Pucky, Ingo, Obi, Fuß, Nikki, Astrid, Oertel, Jens, der Klinsmann, Stefan nebst Gattin, Atti, Mini, der Mann mit den Musikträgern, das Huhn und wie sie alle heißen. Es dauert ein Weilchen, aber hier und da tauchen Gesichter auf. Sogar ein Tanzunikat gibt sich die Ehre. Erinnert Ihr Euch an DEN?: 1 Schritt 2 Schritt 3 Schritt 4 ganz nach vorne runter beugen… dazu parallel krasse Bewegungen mit den Armen… 1 Schritt 2 Schritt… super, der Rücken machts nach all den Jahren immer noch mit. Dann erwische ich die Nikki am Kicker. Ich soll sie ablenken, damit die Gegenseite ein Tor versenken kann. Dann endlich, auch auf der Tanzfläche ein paar bekannte Gesichter. Auf dem Herrenklo fällt mir auf, dass mir ein Edding fehlt, um den Kondomautomaten mit dem Spruch “Bei Versagen Kind einschicken” zu verschönern. Wer hat das im Exit eigentlich da dran gepinselt? Die meiste Zeit wird mit dem Wesentlichen verbracht. Rhythmische Zuckungen auf der Tanzfläche. Endlich mal wieder. Die Musik ist gut. Danzig, Faith No More mehr als einmal, Prong, Slayer, auch Alice Cooper’s Poison darf nicht fehlen, Balladica. Nur ein paar Ausrutscher sind zu verzeichnen, als der DJ tatsächlich versucht, uns Tanzbeats und üble Covers unterzujubeln. Strafe: leere Tanzfläche. Und damit waren nicht gute Cover wie Bates “Billie Jean” gemeint. Das Publikum ist sich einig. Hier ist heute nur Exit-Mucke angesagt. Und jetzt natürlich die Frage: War das einmalig oder kommt da jetzt noch was?

Wie ist Eure Meinung zur Party? Was habt ihr erlebt? Postet Eure Kommentare. Fotos habe ich nicht gemacht. Wenn ich das nie im Exit gemacht habe, werde ich im Get nicht damit anfangen. Aber vielleicht habt ihr welche gemacht, postet sie hier oder schickt sie mir, dass ich sie einstelle.

Gruß,
Sascha

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5 Antworten zu “Exit goes Getaway - Die Party”

  1. Diabla666 sagt:

    Also ich war nie diejenige die ins Get gegangen ist, da es mal die reinste Kinderdisco war.So dachten viele meiner Leute die auch Stammgäste waren im Exit!
    Als ich dann das erste mal ins Get zur Exit-Party kam, war ich auch sehr überrascht, hätte nicht gedacht das es so gut bei den Leuten an kommt. Vor allem viele Gesichter die man nie im Exit gesehen hat, ich denke aber das es auch an den Bus- u. Bahnverbindungen liegt.Man muss halt keinen steilen Waldweg besoffen hoch klettern, wobei mir das auf der Heimreise immer am meisten spass gemacht hat!
    Nun ich gehe mittlerweile zu jeder Exit-Party und lasse mit meinen Freunden ein Stück weit die alte Zeit aufleben!Doch dieses Event wird unserem guten alten Exit nie das Wasser reichen können!Ich finds total genial, dass das Get mit der Exit-Party immer noch hoch im Kurs steht bei den Besuchern.Dachte eher das die ersten Partys gut laufen und das es dann nur noch weniger bei den Massen an kommt. Aber wer auch so gut wie zu jeden diesen besagten Abenden dort ist sieht es ja selber!
    Mein bester Freund und ich kamen schon auf die verrückesten Ideen, nach so ner Nacht im Get!
    Haben uns überlegt die alte Brauerei an der Schützenstrasse zu kaufen und dort eine Disco aufzubauen für die verschiedensten Musik-Kulturen!Die Exit-Artefakte, bis auf die geschmiedete Müngstener Brücke habe ich!Ich hätt alles darum gegeben, um es so zu gestalten wie unser gutes, altes Exit!
    Doch das bleibt alles nur ein Wunschdenken,denn ersten fehlt uns das Geld und zweitens will der Besitzer ja eh nicht verkaufen!

  2. Rocksurf sagt:

    Wo war überhaupt DJ Ralf??

  3. Rocksurf sagt:

    Ich denke, dass kaum alte Stammgäste überhaupt von dieser Party erfahren haben. Ich selbst habe erst zwei Tage vorher im Getaway-Newsletter davon gelesen und hatte glücklicherweise noch nichts vor an dem Abend.

  4. Sascha sagt:

    Ich fand es alleine wegen der Musik schon sehr gut. Und es war auch ziemlich voll. Jedenfalls hatte ich tags darauf Nacken. Da habe ich mir an manchen Original-Exitabenden im Exit auch mal die Beine in den Bauch gestanden, wenn mein Kram nicht so lief.

    Die Tatsache, dass die Tanzfläche fast immer mit Leuten voll war, die längst nicht alle aus dem Exit waren, macht eines deutlich. Exit-Mucke ist einfach gute Musik, die nicht nach Konserve schmeckt und sich auch 10, 15 und 20 Jahre später noch genauso gut anhören lässt. Während die Mc Hammers heute peinlich totgeschwiegen werden, gelten Bands wie Pearl Jam & Co. heute als Kult. Vermutlich wäre eine Exit-Party auch ohne die Exitleute immer voll.

    Schade war lediglich, dass viele der alten Stammgäste einfach fehlten. Wo waren z.B. Atti, Simone, Kiru, Stefan, Irena, Klinsmann? Es mag daran liegen, dass viele in den Ostertagen eingespannt waren. Vielleicht haben die alten Säcke auch nur den Hintern wieder nicht aus der Couch gekriegt oder keinen Ausgang bekommen. Ich weiß aus meinem Freundeskreis, dass viele von langer Hand andere Pläne zu Ostern hatten. Sie sind an die See gefahren oder waren irgendwie noch unterwegs oder mit Familie eingeplant.

    Und wo waren denn nun die Artefakte? Kein Kult ohne die passenden Reliquien…

  5. Rocksurf sagt:

    Ich hatte natürlich nicht die Erwartung, dass es so sein würde wie im Exit früher. Deshalb war ich positiv überrascht und fand’s super. Meine Begleitung, die weder Exit noch Get kannte, hatte auch mächtig Spaß! Also, gerne mal wieder!

    PS: Wo sind die Exit-Artefakte abgeblieben, die Tanzboden-Fliesen, die geschmiedete Müngstener Brücke, die rote LED-Laufschrift, Exit-Getränkechips? Die haben noch gefehlt.

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